Eine Rente, die zum leben reicht.

Wir stellen uns gegen jede Verschlechterung der gesetzlichen Rente, erklären Desiree Becker und Jakob Migenda, Landesvorsitzender der Partei Die Linke Hessen. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist ein konkreter Angriff auf die Mehrheit der lohnarbeitenden Menschen. Es ist auch ein Angriff auf alle sorgearbeitenden Menschen, da das bisschen Rente, dass diese Gruppe zu erwarten hat, damit auch noch gekürzt wird. Durch eine Anpassung des Renteneintritts an die Lebensdauer werden vor allem Menschen getroffen werden, die sowieso schon stärker benachteiligt sind. Menschen in Armut, Menschen mit niedrigem Bildungsstand und Menschen in den Regionen Deutschlands, in denen die Lebenserwartung sinkt. 45 Jahre kapitalistische Ausbeutung sind genug!

Selbstverständlich lehnen wir jede Kapitalisierung der Rente ab. Damit schaffen wir keine auskömmliche Rente, sondern nur Gewinne für die Finanzindustrie und Abhängigkeit von Märkten. Wir lassen nicht zu, dass mit unseren Rentenbeiträgen die Mieten und Pflegekosten über den Aktienmarkt in die Höhe getrieben werden und wir werden nicht zulassen, dass unsere Beiträge in klimaschädliche Fonds angelegt werden.

Wir fordern stattdessen: Die gesetzliche Rente muss den Lebensstandard sichern. Als Sofortmaßnahme wollen wir das gesetzliche Rentenniveau auf 53 Prozent anheben. Beschäftigte müssen ab 65 abschlagsfrei in die Rente gehen können, sowie mit 60 Jahren nach 40 Beitragsjahren. Unser Ziel ist eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro. Auch Beamte, Politiker*innen und Selbstständige sollen in die gesetzliche

Rentenversicherung einzahlen. Wir machen sie zu einer Solidarischen Erwerbstätigenversicherung.“