„Die Bundeswehr wirbt so aggressiv wie nie zuvor an Schulen“, erklärt Desiree Becker, Landesvorsitzende der Partei Die Linke Hessen, anlässlich des bundesweiten Schulstreiks am 5. März 2026.
„Die Zahl der Schulwerbetermine hat sich von 2.558 im Jahr 2021 auf 5.527 im Jahr 2025 mehr als verdoppelt – ein massives Plus von 116 Prozent.
Diese Regierung nimmt steigende Miet- und Lebensmittelpreise hin, spart bei Bildung, Infrastruktur und den arbeitenden Menschen und würde uns am liebsten Zahnarztkosten selbst zahlen lassen und erst mit 70 in Rente schicken. Gleichzeitig zwingt sie uns möglicherweise schon bald zum Dienst an der Waffe. Während einige Milliardäre immer reicher werden, sollen wir die Konsequenzen tragen. Wer so handelt, steht nicht auf unserer Seite.
Unser Leben gehört nicht der Wirtschaft.Wehrt euch und nehmt eure Zukunft selbst in die Hand. Nehmt euer Recht auf Kriegsdienstverweigerung wahr, schließt euch der Aktion ‚Schulstreik gegen Wehrpflicht‘ an und geht am 5. März auf die Straße!
Seit dem 1. Januar 2026 ist in Deutschland ein neues Wehrdienstgesetz in Kraft, das angeblich auf Freiwilligkeit setzt. Tatsächlich verpflichtet es jedoch alle 18-jährigen Männer des Jahrgangs 2008 dazu, einen Erfassungsfragebogen auszufüllen. Ziel ist die ‚Stärkung der Verteidigungsfähigkeit‘, also das erklärte Vorhaben von Merz & Co., die stärkste Armee Europas aufzubauen.
Umso erfreulicher ist die steigende Zahl der Kriegsdienstverweigerungen: Bereits 3.900 Menschen haben offiziell von diesem Recht Gebrauch gemacht – ein Anstieg von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die tatsächliche Zahl liegt sogar noch höher: Bis November 2025 gingen 6.730 Anträge beim zuständigen Amt ein, die dort noch nicht vollständig bearbeitet werden konnten. Es ist daher von einer noch höheren Zahl an Kriegsdienstverweigerern auszugehen.“
Hinweis: Die Linke Hessen unterstützt in ganz Hessen die Aktionen des Schulstreiks.



