Psychotherapie ist kein Luxus und kein Randbereich des Systems. Sie verhindert chronische Erkrankung, bestärkt Menschen in Krisen und erhält Arbeitsfähigkeit. Wer an dieser Stelle spart, produziert am Ende mehr Leid, längere Krankheitsverläufe und hohe Folgekosten“, so Güngör weiter. Gerade in einer Lage, in der Wartezeiten lang und die Versorgung vielerorts angespannt seien, sende diese Entscheidung ein fatales Signal.
Wer Praxen unter solchen Bedingungen wirtschaftlich zusätzlich unter Druck setzt, gefährdet nicht nur deren Stabilität, sondern die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten ganz unmittelbar: weniger freie Termine, längere Wartezeiten, spätere Behandlungsbeginne und mehr Menschen, die aus Mangel an rechtzeitiger Hilfe in ein Zwei-Klassen-Ausweichsystem aus Selbstzahlung, Privatangeboten und langem Warten gedrängt werden.
Die Linke Hessen unterstützt die Proteste gegen diese Kürzungen im Gesundheitswesen und war auf der großen Demo in Frankfurt dabei.




