Jan van Aken in Marburg

Am 11. März besuchte der Bundestagsabgeordnete und Co-Parteivorsitzende Marburg. Gemeinsam mit den Spitzenkandidierenden Miriam Stoll (Stvv) und Alexander Kuhne (Kreistag) kam er ins Gespräch mit engagierten Bürger*innen. Die Veranstaltung war mit rund 250 Gästen, äußerst gut besucht.

Es ging um Umverteilung, Schutz vor Abschiebungen, die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen, bezahlbare Wohnungen und Hilfe bei Obdachlosigkeit.

In seiner Rede kritisierte Jan van Aken den immer schneller wachsenden Überreichtum weniger Familien bei gleichzeitigem Finanzierungsnotstand der Kommunen. Er zeigte auf, dass eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer die Kommunen entlasten und das Leben der Menschen direkt verbessern würde.

Mit Kurt Bunke von CAF eV. kam es zum Austausch über Abschiebungen und gemeinsame Möglichkeiten, diese zu verhindern.
Miriam Stoll und Alexander Kuhne sicherten zu: „Wir werden weiterhin die Zivilgesellschaft im Kampf gegen Abschiebungen und gegen die Bezahlkarte unterstützen und dabei alle Hebel der kommunalen Parlamente nutzen.“

Melanie Kuhnert berichtete von ihrer Arbeit bei WENDO eV. Das Ziel des Vereins ist die Verhinderung von Grenzüberschreitungen und Gewalt. WENDO schafft Sicherheit für Frauen, durch Stärkung und Selbstbehauptung. Wie bei anderen sozialen Trägern wurden Leistungsverträge des Vereins gekündigt. Daher mussten bereits wichtige Projekte eingestellt werden. Die Spitzenkandidat*innen sicherten zu, sich für ausreichende Finanzierung und Planungssicherheit einzusetzen – Prävention ist auch Gewaltschutz. Miriam Stoll betonte: „Die Sicherheit und Stärkung von Frauen und Mädchen hat für uns oberste Priorität.“

Jens Schneider berichtete aus seiner Arbeit mit Obdachlosen und wies insbesondere auf die prekäre Lage und die Bedürfnisse von Obdachlosen mit psychischen Problemen sowie die besonders schwere Lage obdachloser Frauen hin. Es brauche deutlich mehr Unterstützung und langfristige Konzepte. Alexander Kuhne unterstrich: „Es braucht eine gut ausfinanzierte Obdachlosenhilfe mit qualifiziertem Personal, statt der Kriminalisierung von Betroffenen.“