Wann: 03. Februar 2026 um 15 Uhr
Wo: Jugendherberge Marburg, Jahnstraße 1, 35037 Marburg
Worum geht’s?
Alle sind sich einig, dass die Gesundheit ein hohes Gut ist. Auch dass eine Gesellschaft umfangreiche Ressourcen in ihr Gesundheitssystem investiert, ist allgemein akzeptiert. Aber tatsächlich so viel? Und wofür genau? Und diskutieren wir nich zu viel über Geld? Im internationalen Vergleich schneidet die Versorgung in Deutschland nicht gut ab. Gesundheitspolitik ist undekbar: wer sich dort betätigt, verfängt sich rasch im Gestrüpp der Lobbyisten und Finanzinteressen. Dabei geht es jedoch nicht nur um Geld. Immer deutlicher stellt sich heraus, dass die Menschen genauso knapp und begehrt sind. Praxen und Krankenhäuser finden nicht mehr genug Pfleger*innen, Ärzt*innen und Angehörigen anderer Gesundheitsprofessionen, um ihre Stellen zu besetzen und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Die Personalkriese wird zum dominierenden Thema der gesundheitspolitischen Diskussion.
Warum Gesundheitspolitik?
In hunderten Haustürgesprächen in Marburg und dem Landkreis haben wir nachgefragt, was die Menschen beschäftigt. Nur so können wir sicherstellen, dass wir Politik mit den Menschen machen.
Neben den weithin bekannten Themen wie dem Marburger Mietennotstand, unzureichendem ÖPNV und den allgemeinen Preiserhöhungen wurde das Thema Gesundheit auch immer und immer wieder genannt. Das UKGM als europaweit einziges privatisiertes Uniklinikum und die Debatten und das DRK Krankenhaus in Biedenkopf waren Zentrum von diesen Gesprächen.
Sprecher*innen:
– Daniel Sieveking (Hausarzt in Biedenkopf): Versorgung im ländlichen Raum
– Norbert Donner-Banzhoff (Professor für Allgemeinmedizin): Über- und Fehlversorgung – ein linkes Thema?
– Christian Ohnacker (Krankenschwester): Was wird aus den Krankenhäusern und ihren Beschäftigten?
– Ateş Gürpinar (MdB Die Linke, Mitglied des Gesundheitspolitischen Ausschusses des Bundestages): Konsequenzen für ein linkes gesundheitspolitisches Programm




