Armutsbericht muss Weckruf sein. Linke fordert Vermögensteuer

Die Linke Hessen sieht im Armutsbericht des Paritätischen einmal mehr einen Weckruf, gegen die soziale Spaltung vorzugehen. Notwendig wären eine Vermögenssteuer, die Abschaffung der Schuldenbremse statt Milliarden für die Rüstung.

Violetta Bock, Bundestagsabgeordnete aus Kassel, erklärt:
„Mit den angekündigten Kürzungen macht die Regierung das Gegenteil und verschärft die soziale Spaltung. Sie verdammt damit bewusst insbesondere Kinder, Rentner und Alleinerziehenden zu Armut. Ein Treiber dabei sind die Wohnkosten. Trotzdem wird z.B. Kassel von Hessen bislang nicht als angespannter Wohnungsmarkt eingestuft, wodurch Mieter weniger geschützt werden. Fast jede 5. Person in Armut, in einem der wirtschaftsstärksten Bundesländer, ist kein Zustand, den wir akzeptieren. Wir lassen uns das nicht länger gefallen und rufen daher dazu auf, sich den Sozialprotesten anzuschließen.“
Die Linke bietet an vielen Orten Sozialsprechstunden an und ist beteiligt an der Organisierung von Sozialprotesten, wie etwa am 20. Juni in Darmstadt, Frankfurt und Kassel.