„Boris Rhein und Roman Poseck sollten den Zehntausenden danken, die sich am Wochenende gegen die Neugründung der AfD-Jugend positioniert haben und in Gießen demonstriert haben“, erklärt Desiree Becker, Landesvorsitzende der Partei Die Linke Hessen. „Es ist ein Erfolg ohne Wenn und Aber gewesen, weil zehntausende engagierte Menschen dafür gesorgt haben, dass dem extrem rechten Offenbarungseid der Gründung der neuen Höcke-Jugend widersprochen wurde. Es war ein notwendiger Aufstand der Zivilgesellschaft. Das sollte auch Boris Rhein anerkennen, dessen politischer Kompass mehr als verrutscht ist, wenn er in völliger Verkennung der Geschehnisse vor Ort von ‚linken Gewaltmärschen‘ schwadroniert.
Dass die AfD der Polizei für ihren Einsatz dankt, lässt im Übrigen tief blicken. Dieses ‚Dankeschön‘ haben sich Hessens Innenminister und die Polizei-Einsatzleitung leider redlich verdient. Eine scharfe Abgrenzung von der AfD und der Gefahr für die Demokratie, die von ihr ausgeht, kann man jedoch von der hessischen CDU und Ministerpräsident Rhein nicht erwarten. Stattdessen wird von der hessischen Landesregierung antifaschistischer Protest kriminalisiert. Der Einsatz von Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken war nicht verhältnismäßig. Das muss aufgearbeitet werden.“



