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Presse

Facebook-Posts der AfD-Politikerin Alexandra Walter offenbaren eine rechtsradikale Gesinnung – warum schließt die Partei sie nicht aus?

Der hessische AfD-Landesvorstand hat gestern in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass er sich von der neu in den Landtag gewählten AfD-Politikerin Alexandra Walter distanziere, da diese nicht den Verdacht habe ausräumen können, Urheberin einiger Kommentare auf Facebook zu sein, die ‚auf ein fragwürdiges, einseitiges Geschichtsverständnis schließen lassen‘ (O-Ton AfD-Erklärung)

Dazu erklärt Jan Schalauske, Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE Hessen: „In den Posts auf der Facebook-Seite von Alexandra Walter finden sich die Leugnung von Kriegsverbrechen der Wehrmacht und Sympathien für einen Oberscharführer der Waffen-SS. Hier geht es nicht um ein fragwürdiges und einseitiges Geschichtsverständnis, wie der AfD-Landesverband es formuliert, sondern um üble Geschichtsklitterung und eine positive Bezugnahme zur NS-Ideologie.

Auch der AfD-Landesverband glaubt ganz offensichtlich nicht Walters Behauptung, nicht die Urheberin der widerlichen Posts zu sein. Es ist auch absolut unglaubwürdig, wenn Walter nun vorgibt, über Monate nicht bemerkt zu haben, was auf ihrer Seite stehe. Erinnert sei zudem an Walters Bewerbungsrede für die AfD-Landesliste zur Wahl in Hessen. In dieser habe sie sich in einer Weise zur Kulturpolitik geäußert, die ein völkisch-nationalistisches Denken offenbare.

Gerade vor dem Hintergrund der Gedenkfeiern zum 9. November und der Mahnung an das düsterste Kapitel deutscher Geschichte, wäre die Ankündigung, Walter aus der Partei auszuschließen, die einzig richtige Konsequenz gewesen. Angesichts der Gedenkstunden zum 9. November ist es ein absolut bedrückender Gedanke, dass eine die NS-Zeit verherrlichende und Kriegsverbrechen leugnende Politikerin demnächst im Hessischen Landtag Platz nimmt.“

 

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