Tag der Befreiung: 8. Mai soll gesetzlicher Gedenktag werden

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Sechs Soldaten der US-Armee und Sechs Rotarmisten umarmen sich am 27. April 1945 in Torgau.
Foto: Bundesarchiv

Ganz Europa gedenkt am 8. Mai dem Kriegsende und der Befreiung Europas von Faschismus und Barbarei. In Hessen findet eine zentrale Veranstaltung in Frankfurt/Main statt. Auf dem Römerberg wird ein Fest der Befreiung gefeiert werden. In Kassel ist eine Kundgebung mit Infoständen, Rednern und Musik geplant und auch in Offenbach wird ebenfalls ein Befreiungsfest gefeiert.
Am 8. Mai wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer_Innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai.

  

Ulrich Wilken:

DIE LINKE möchte, dass der 8. Mai ein gesetzlicher Gedenktag wird. Über einen entsprechenden Antrag der LINKEN wird demnächst der Hauptausschuss beraten. Dazu erklärt Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE tritt dafür ein, dass der 8. Mai ein bundesweiter gesetzlicher Gedenktag wird. Der 8. Mai soll als Tag der Befreiung von der faschistischen Barbarei, als Gedenktag für Humanität, Toleranz und Demokratie und als Tag der Erinnerung an die Opfer sowie an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer den Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung bekommen, der ihm gebührt.“

Gerade vor dem Hintergrund, dass Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland bedrohliche Ausmaße angenommen hätten, sei es notwendig, den 8. Mai in besonderer Weise zu würdigen, so Wilken.

„Die Opfer der faschistischen, antisemitischen und rassistischen Brutalität in den Jahren der Nazi-Herrschaft sind uns heute noch Verpflichtung, gemeinsam zu handeln, aufzustehen gegen den braunen Ungeist, rechte Hetzer, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit oder gegen die Intoleranz neurechter Pegida-Bewegungen.

Die Morde des NSU, die Neonazi-Aufmärsche und Hakenkreuz-Schmierereien erinnern uns daran, dass der Schoß, aus dem Nazideutschland, Krieg und Zerstörung erwuchsen, noch immer fruchtbar ist. Das Erstarken rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer und antimuslimischer Kräfte in Deutschland und in Europa erfüllt uns mit Sorge. Deshalb müssen alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte das höchste Gut - Leben in Frieden und Demokratie - energisch verteidigen. Den 8. Mai zum gesetzlichen Gedenktag zu machen, wäre das richtige Signal.“

Hinweis: Antrag der Fraktion DIE LINKE ‚8. Mai - Tag der Befreiung muss gesetzlicher Gedenktag werden‘

 

Termine:

8. Mai 2015, 14.00 Uhr, Fest der Befreiung, Römerberg, Frankfurt am Main

8. Mai 2015,  15.30 Uhr, Friedensfest, Friedrichsplatz, Kassel

 

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