Für einen friedlichen Hessentag ohne Militär!

665 friedl hessentag2Panzer, Maschinengewehre, Kampfhubschrauber und Militärkonzerte  – Mit vielen Veranstaltungen und einer Fülle von Kriegsgerät missbraucht die Bundeswehr vom 7. bis 16. Juni 2019 den Hessentag in  Bad Hersfeld für eine großangelegte Werbeschau. Im Rahmen eines fröhlichen Volksfests sollen Soldat*innen in Uniform das Bild von der Armee als „normalem Arbeitgeber“ prägen und Kinder und Jugendliche für gewaltbasierte Konfliktlösungen begeistern. Hintergrund: Die Politik hat neben vielen Skandalen mit der Bundeswehr zwei Hauptprobleme: Zum Einen Auslandseinsätze, die von der Mehrheit der Bevölkerung als gefährlich und sinnlos abgelehnt werden, vor allem aber zu wenig Nachwuchs.

Um dem entgegen zu wirken, wendet die Bundesregierung jedes Jahr viele Millionen Euro an Steuergeldern für ihre Werbekampagnen zur Steigerung der Akzeptanz kriegerischer Handlungen auf, anstatt die Auslandseinsätze endlich zu beenden. Aktuell werden allein 35 Millionen Euro für Nachwuchswerbung ausgegeben. Mit ihren Auftritten zielt die Armee besonders auf Kinder und Jugendliche ab. Indem die Bundeswehr ihr Kriegsgerät als Abenteuerspielplatz arrangiert und selbst Kleinkinder auf Panzer klettern lässt, missbraucht sie kindliche Neugier und Technikbegeisterung. So werden Berührungsängste vor militärischer Gewalt abgebaut. Doch in der Armee geht es nicht um “Sport”, “Kameradschaft” und “Abenteuer”, sondern um das, was die ausgestellten Waffen anrichten.

Es wird nicht thematisiert, dass Soldat*innen andere Menschen töten und selbst immer wieder traumatisiert, verwundet oder getötet werden. Besonders verwerflich ist die Ausbildung Minderjähriger an Waffen und die gezielte Werbung dafür bei Jugendlichen. Obwohl der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Deutschland bereits mehrfach aufgefordert hat, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben und die gezielte

Werbung bei Kindern und Jugendlichen einzustellen, wurden auch wieder 2018 ganze Schulklassen von der Bundeswehr zum Hessentag nach Korbach gefahren. Das Bündnis „Friedlicher Hessentag 2019“, wendet sich gegen Militärwerbung auf Volksfesten und bei Minderjährigen.

Als Bürger*innen Bad Hersfelds und als hessische Zivilgesellschaft stehen wir für Gewaltfreiheit und eine zivile Konfliktlösungskultur. Mit Artikel 69 der Landesverfassung verpflichtet sich Hessen zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur Ächtung des Krieges. Dafür werden wir am 15. Juni 2019 in einer großen und bunten Demonstration auf die Straße gehen!

Wir laden Sie ein, sich dem Bündnis anzuschließen und Initiative zu ergreifen, um während der ganzen Zeit des Hessentags die Zeichen des Friedens unübersehbar werden zu lassen! Aktion "Friedlicher Hessentag" –

Mehr Informationen:

www.friedlicher-Hessentag.de

  Pressemiteilung:


12.06.2019

Die Bundeswehr hat nichts verloren auf dem Hessentag in Bad Hersfeld


300 jan schalauskeDIE LINKE spricht sich seit Jahren dafür aus, dass die Zurschaustellung von Kriegsgerät auf dem Hessentag unterbleiben soll. In Artikel 69 der Landesverfassung verpflichtet sich Hessen zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur Ächtung des Krieges. Die alljährliche Präsenz der Bundeswehr mitsamt der Zurschaustellung von Militärgerät auf dem Hessentag stehe dem Anspruch als friedliches Volksfest entgegen. Deshalb werden wir am 15. Juni 2019 auf die Straße gehen und gemeinsam mit dem Bündnis ‚Friedlicher Hessentag‘ gegen das Werben fürs Sterben der Bundeswehr auf dem Hessentag demonstrieren.“


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