„Initiative Linke Christinnen und Christen"

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Das Verhältnis zwischen Christen und Linken/Marxisten war und ist bekanntlich fast immer durch Unkenntnis und zugleich durch nur allzu gute Kenntnis geprägt. In manchen Köpfen spielen sich heute sogar noch die Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts ab.

Am Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir inmitten krisenhafter Zerfallsprozesse des Kapitalismus, und dabei auch vieler demokratischer Errungenschaften. Wir können es uns also schlichtweg nicht leisten, eine offene und bewusste Zusammenarbeit bis hin zum Schulterschluss zu ignorieren. Schon gar nicht dann, wenn sich auf beiden „Seiten" seit Jahren Kräfte engagieren, die gegen die Leiden von Menschen und die Zerstörungsdynamik unserer Lebensgrundlagen kämpfen und die ohnehin schon längst in vielen Initiativen gemeinsam agieren.

Keine Partei in diesem Land ist auf das C wie „christlich" abonniert. Entscheidend ist immer, was in ihr an politischer Substanz und an Programmatiken da ist, und wie sich diese an den Kriterien der Bergpredigt messen lassen können.

Der Maßstab der Bergpredigt liegt zusammengefasst in der Forderung: „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung". Und in der Frage: Wie hältst du es mit den Armen?

Vielleicht kann man die gemeinsame Basis in dem Satz von .Marx aus der „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie" über die historische Aufgabe finden: „... alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist".

„Eine andere Wirtschafts- und Sozialordnung ist nötig" war das Thema eines ersten Treffens, zu dem die „Initiative Linke Christinnen und Christen" am 10. Juli in Frankfurt eingeladen hat. Prof. Franz Segbers, Theologe und Sozialethiker der Uni Marburg, gab einen Input zu „Kapitalismuskritik der Kirchen". Moderiert von Dr. Ulrich Wilken, DIE LINKE, Vizepräsident des Hessischen Landtags, diskutierten Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE In Wiesbaden, Martin Herndlhofer (pax christi und attac-rat) und Franz Segbers über diese Kapitalismuskritik aus den Kirchen, anschließend über Linke Politik und Christen (in der Linken). Interessant wurde dann das Gespräch mit den ca. 60 Teilnehmenden.

Viele waren einer gemeinsamen Weiterarbeit interessiert. Das nächste Treffen der Initiative findet also statt am 10. September 2014: ab 17.00 Uhr im Gewerkschaftshaus Frankfurt, Willi-Richter-Saal.
Alle Interessierten werden eingeladen zu einer Veranstaltung zur Bildung einer Plattform der Zusammenarbeit Linker Christ*innen, am 6. Dezember, 11.00 – ca. 16.00 Uhr in Frankfurt, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Str.

 

Kurzbericht von Martin F. Herndlhofer

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